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PETEK Business Frühstück beweist, „wer ausbildet, setzt die richtigen Steine für die Zukunft“ PDF Drucken E-Mail

Köln, 2. Juli 2010 – Das PETEK Business Frühstück zeigte mit seinem Themenschwerpunkt „Für die Zukunft ausbilden“, dass es Deutschland nicht an IQ-Test für Zuwanderer fehlt, wie einige fordern; was fehlt, sind intelligente Ideen, wie um hochqualifizierte Zuwanderer geworben werden kann. Zwei Stunden lang nutzten die zahlreichen Teilnehmerinnen mit Zuwanderungsgeschichte die Gelegenheit sich über die Ausbildereignungsprüfung zu informieren und sich untereinander auszutauschen.

Das PETEK Business Frühstück verbindet mehrere Ziele miteinander: Die Vorträge informieren prägnant mit hervorragenden Referentinnen, regen zu Erfahrungsaustausch, neuen Ideen und Impulsen an und dienen der Netzwerkbildung unter Frauen. Das Echo der Teilnehmerinnen im Renaissance Cologne Hotel zeigt, das ist den Veranstalterinnen wieder einmal gelungen. PETEK-Vorsitzende Birnur Öztürk begrüßte die Teilnehmerinnen mit den Worten: „Wenn wir an Wachstum denken, denken wir auch an Ausbildung.“. Genau um dieses Thema ging es beim Business Frühstück in Köln.

Seda Rass-Turgut, Leiterin der KAUSA – der Koordinierungsstelle Ausbildung für Selbständige mit Migrationshintergrund – referierte über die verschiedenen Projekte der KAUSA. Die Koordinierungsstelle wurde vor elf Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gegründet mit dem Ziel die Betriebsinhaber von Unternehmen mit Zuwanderungsgeschichte so zu stärken, dass sie Jugendliche im dualen System ausbilden. Rund 3000 Ausbildungsplätze wurden seither gewonnen. Seda Rass-Turgut ist es besonders wichtig, in einer mehrheitlich monokulturell und männlich besetzten Branche, wie die Wirtschaft, mehr Unternehmerinnen im Allgemeinen, aber auch mehr Unternehmerinnen mit Zuwanderungsgeschichte zu unterstützen.

Zu den Letzteren zählt Diplom-Kauffrau Songül Aslan. Die 40-Jährige Duisburgerin mit Doppelabitur aus der Türkei und Deutschland hat in Essen Betriebswirtschaft studiert. Heute arbeitet sie als Unternehmensberaterin und hat sich dieses Jahr ihren Vorsatz von vor zwei Jahren endlich erfüllt, bald auszubilden: „Ich finde das wichtig. Wer sich davor sperrt, der verzichtet auf eine berufliche Weiterentwicklung, sondern auch auf eine Persönliche. Das Zertifikat ist für mich zugleich auch ein weiterer Schritt nach vorne.“

Ähnlich empfindet das auch Obiageli Njoku. Die Tschechisch-Afrikanerin hat in Berlin Management studiert und arbeitet heute als Coach in Köln. Sie hat auch vor ihrer Selbständigkeit stets in den Betrieben, in denen sie beschäftigt war, darauf geachtet, dass ausgebildet wird: „Junge Leute bringen Bewegung in ein Betrieb. Wer junge Menschen ausbildet, der gibt ihnen die Chance sich zu verwirklichen und setzt zugleich die richtigen Steine für die Zukunft.“

Schon während des Vortrags entsteht unter den Teilnehmerinnen eine Diskussion in großer Runde. Doch der eigentliche Austausch findet später in Gesprächen in kleinen Runden statt. Das Thema bewegte nicht nur die Teilnehmerinnen, auch war die deutsche und türkische Presse zugegen, die die Unternehmerinnen befragten. In einem zweiten Block stellte Trainerin und Coach Christina Gott-Jabby das Women Business Qigong vor, eine chinesische Bewegungs-Atemkunst der inneren Balance von Körper, Geist und Seele. Die Übungen, an der einige Frauen teilnahmen, sorgten nicht nur für Entspannung und Konzentration, sondern auch für allgemeine Erheiterung, denn auch entspannen will gelernt sein.

PETEK-Vorsitzende Birnur Öztürk ist mit der Veranstaltung zufrieden. Der Zuruf in die offene Runde einer Kölner Teilnehmerin, die keine PETEK-Veranstaltung in Köln verpasst habe, bestätigt den Eindruck: „Toll, dass Ihr wieder nach Köln gekommen seid!“ Nach einer kurzen Sommerpause sind weitere monatliche Termine in NRW geplant.  Das nächste Treffen findet am 2. September in Duisburg statt. Gefördert werden die PETEK-Veranstaltungen vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.